Bauanleitung

Nachdem für mein Schreibtisch-Projekt eine Menge Fragen eingegangen sind und der Wunsch nach Farbe und Details besteht, will ich damit mal rausrücken.

Vorab: Ich bin wirklich nicht der große Heimwerker – soll heißen; das Projekt ist sehr einfach umzusetzen und auch Leute mit weniger Erfahrung können es umsetzen. Einen Schraubendreher oder Akkuschrauber sollte man bedienen können. Wer auch Kabeldurchlässe realisieren will, sollte noch über eine entsprechende Lochsäge (mit starkem Akkuschrauber oder besser Bohrmaschine) verfügen.




Die Grundlage für die Regalwand und den Schreibtisch bildet die Ikea BESTA Serie. Aber auch andere Regalserien – auch von anderen Herstellern – können verwendet werden, wenn darin Elemente mit einer Höhe von ca. 65 cm angeboten werden.

Die Tiefe der Schreibtischplatte wird durch die notwendige Lücke in der Regalwand bestimmt. Hier empfehle ich zuerst die Regalwand aufzubauen und dann erst Maß zu nehmen. Warum? Weil man den Platz für die Regalwand noch so gut ausmessen kann – sich aber erst nach dem Aufbau herausstellt, wie nah man letztendlich wirklich das Regal an die Wand (seitlich, wie aber auch in der Tiefe) stellen kann. Hierbei können Fußleisten mehrere Zentimeter in Anspruch nehmen.

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Auch die Basis für den Schreibtisch sollte aufgebaut sein, um die Maße zu ermitteln. In meinem Fall drei BESTA Elemente (Breite 60 cm / Tiefe 40 cm / Höhe 64 cm) in einer Reihe als Rückseite des Schreibtischs und eines in gleichem Maß auf der Seite an der ich sitze. Zusammenstehende Elemente werden für eine optimalere Stabilität noch miteinander verschraubt und erhalten eventuell noch Löcher in den Rückwänden, um später bei Bedarf Kabel durchzuführen.

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Nun geht es ans ausmessen. Wie bereits erwähnt, ergibt sich die Tiefe aus der Lücke in der Regalwand. Die Breite der Schreibtischplatte setzt sich aus den drei Elementen und der Tiefe der Lücke zusammen. Da an den beiden gegenüberliegenden Elementen eine Lücke an der Kopfseite zum Raum entstehen, habe ich der Länge noch die Dicke einer Ikea PERFEKT Deckseite aus dem Küchenprogramm hinzuaddiert. Diese muss entsprechend zugeschnitten werden (saubere Kanten liefert nur der Zuschnitt beim Schreiner oder man besitzt professionelles Arbeitsgerät) Damit wird später die Kopfseite verkleidet und hat damit einen sauberen und geschlossenen Abschluss.

Außerdem sollte man darauf achten (falls die Elemente mit Türen oder Schubladen versehen sind), dass im Winkel der Regalwand und der anderen Elemente ein klein wenig Platz gelassen wird, damit Türen und Schubladen sich auch einwandfrei öffnen lassen. Alles in allem ergab dies bei mir eine Breite von 228 cm.

An der Wand habe ich noch einen stabilen Winkelträger montiert, auf dem später die Arbeitsplatte aufliegen wird.

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Nun zur eigentlichen Platte: Ich habe mich für eine PERSONLIG Arbeitsplatte von IKEA entschieden (Seite 5). Diese Platte ist bis zu einer maximalen Tiefe von 122,5 cm und bis zu einer Länge von 400 cm erhältlich. Außerdem ist die Platte auch mit einer Kantenhöhe von 7,6 cm erhältlich, was bei einer Höhe der BESTA Element zu einer “normalen” Arbeitshöhe von 72-73 cm führt. Die Arbeitsplatte ist bei dieser Lösung eigentlich nach wie vor 3,8 cm dick – nur an den Kanten ist ein zusätzlicher Rahmen von ca. 6 cm als Unterbau montiert. Dies hat den Vorteil, dass in der Fläche der Arbeitsplatte ein Hohlraum zwischen den BESTA Elementen und der Arbeitsplatte entsteht, der hervorragend für die Kabelführung verwendet werden kann.

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Die Arbeitsplatte gibt es in vielen Farbtönen und so kann man sich die auswählen, die am besten zu den anderen Möbel passt. Natürlich kann man diese auch bei einem Schreiner anfertigen lassen – preiswerter wird es aber dadurch nicht, wie ich im Vorfeld festgestellt habe. Die Qualität der Arbeitsplatten ist hervorragend – die Verarbeitung der Metallkante kann sich wirklich sehen lassen. Man kann die Platte allerdings nur im IKEA Möbelhaus – also nicht online – bestellen und es fallen immer 99 Euro Lieferkosten an. Dafür wird die Platte (und die ist extrem schwer) bis in die Wohnung an die vorgesehene Stelle geliefert. Die beiden Herren der Spedition haben mir am Samstag die Platte in den dritten Stock (Altbau!) geschleppt und direkt auf die Regalelemente gelegt.

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Nun können eventuelle Kabeldurchlässe ausgeschnitten und die Deckseite an der Kopfseite montiert werden. Apropos Kabeldurchlässe: Wenn schon in eine teurere Arbeitsplatte investiert wird, sollte man nicht bei den Kabeldurchlässen sparen. Die zumeist angebotenen preiswerten sind letztendlich billige Dinger aus Kunststoff. Also nicht den Weg in den Baumarkt einschlagen, sondern im Fachhandel danach suchen. Wer gar nicht fündig wird, sollte mal im Internet danach suchen. Ich habe z.B. diesen Händler gefunden – allerdings sind die Preise auch saftig. Ich hatte Glück und habe vier sehr hochwertige aus Edelstahl bei eBay für einen Schnäppchenpreis ergattern können.

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Im Zwischenraum der Regallücke lassen sich hervorragend Steckdosenleiste, USB-Hub, DSL-Modem, Airport Extrem und alle möglichen Kabel verstecken. So steht einer sauberen Arbeitsumgebung nichts mehr im Wege. Sollten jetzt immer noch Fragen offen sein, lasst Euch in den Kommentaren aus oder schreibt direkt an thomas[at]kopflos[punkt]eu.

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